Sonne und Wind

 

Sonne und Wind sahen einen Mann mit Regenmantel auf dem Erdenrund laufen. Übermütig sagte der Wind zur Sonne – he ich zeige dir wie ich den Regenmantel vom Leib des Mannes reiße und wurde zum Sturm. Doch je mehr er blies umso enger schlug der Mann den Mantel um sich. Ich will dir zeigen wie es geht sagte die Sonne und wärmte den Mann mit ihren milden Strahlen. Ganz von allein entledigte sich der Mann des Mantels und freute sich des schönen Wetters.

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Das Unvorstellbare

 

Eines schönen Tages trafen sich ein russischer Gehirnchirurg und ein Kosmonaut. Sie philosophierten über Gott und die Welt. Der christliche Gehirnchirurg fand jedoch nur wenig Verständnis für seinen Glauben. Hör zu, sagte der Kosmonaut, ich bin schon sehr oft ins All geflogen, habe die Erde mehrere hundert Male umrundet und mit hochauflösenden Fernrohren ins All geschaut, aber ich habe noch nie Gott gesehen. Glaube mir, sagte der Gehirnchirurg, ich habe schon Hunderte Gehirne von ach so schlauen Menschen operiert und ich habe noch nie auch nur einen einzigen Gedanken gesehen...

 

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Die Basis der Freundschaft

 

Es ist die Geschichte von zwei Freunden, die in der Wüste wanderten.Irgendwann haben Sie gestritten und einer hat dem anderen eine Ohrfeige gegeben. Dies tat dem anderen weh, er sagte jedoch nichts. Er schrieb nur in den Sand: 'Heute hat mir mein bester Freund eine Ohrfeige gegeben'. Sie liefen weiter bis zu einer Oase, wo Sie badeten.
Derjenige, der die Ohrfeige bekommen hatte, wäre ertrunken, wenn sein Freund ihn nicht gerettet hätte. Als er sich erholt hatte, schrieb er auf einen Stein: 'Heute hat mir mein bester Freund das Leben gerettet'.
Derjenige, der die Ohrfeige gegeben und das Leben seines Freundes gerettet hatte, fragte ihn: 'Als ich Dich verletzt habe, hast Du in den Sand geschrieben und jetzt hast Du auf den Stein geschrieben. Warum?'
Sein Freund antwortete: 'Wenn jemand uns verletzt, müssen wir in den Sand schreiben, wo die Winde der Vergebung es tilgen können. Jedoch wenn jemand etwas Gutes für uns tut, müssen wir es in den Stein einprägen damit kein Wind es radieren kann'. Lerne Deine Verletzungen in den Sand zu schreiben und Deine Befriedigungen in den Stein zu prägen!

 

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Das Weizenkorn

 

Ein Weizenkorn versteckte sich in der Scheune. Es wollte nicht ausgesät werden. Es wollte sich nicht opfern und sterben. Es wollte sein Leben retten. Es wollte prall und goldgelb bleiben. Es wollte sich selbst finden und verwirklichen. - Es wurde nie zu Brot. Es kam nie auf den Tisch.

Es wurde nie gebrochen und gesegnet, ausgeteilt und empfangen. Es schenkte nie Leben und Kraft. Es gab nie Freude und Sättigung. - Eines Tages kam der Bauer. Mit dem Staub der Scheune fegte er das Weizenkorn hinweg. Im Staub und Wind war das Weizenkorn verloren, todeinsam und sinnlos bis zum Verfall.



«Ein Weizenkorn, das nicht in den Boden kommt und stirbt, kann keine Frucht bringen, sondern bleibt ein einzelnes Korn. In der Erde aber keimt es und bringt viel Frucht, obwohl es selbst dabei stirbt.»

 

 

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Die Schneeflocke

 

Sag mir, wie viel eine Schneeflocke wiegt“, fragte eine Tannenmeise eine Wildtaube.            „Nicht mehr als nichts“ war die Antwort.                                                                                           „Dann muss ich dir eine wunderbare Geschichte erzählen“, sagte die Tannenmeise.                 

Ich saß auf einem Tannenast, nahe am Baumstamm, als es zu schneien anfing – nicht sehr stark, kein Schneesturm, nein, wie in einem Traum, lautlos und sanft. Da ich nichts Besseres zu tun hatte, zählte ich die Schneeflocken, die sich auf den Zweigen und Nadeln meines Astes niederließen. Es waren genau 3.741.952.                                                                                             Als die 3.741.953te auf den Ast fiel – also nicht mehr als nichts, wie du sagst -, brach der Ast ab.“ Nachdem die Tannenmeise das gesagt hatte, flog sie weg.

Die Taube dachte eine Weile über die Geschichte nach und sagte schließlich zu sich selbst: „Vielleicht fehlt nur noch die Stimme eines einzigen Menschen, damit  Frieden in die Welt kommt.“

 

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